Gastbeitrag der Stiftung MyHandicap

Reisen mit Handicap – entscheidend ist die Vorbereitung

Die Stiftung MyHandicap bietet Informationen und Kontakte

In Deutschland leben 8,6 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung. Davon gelten rund 7,1 Millionen als schwerbehindert. Viele dieser Menschen sind grundsätzlich in der Lage, in den Urlaub zu fahren und zudem oftmals, wie viele andere auch, an attraktiven und spannenden Reisen interessiert. Dennoch stellen sich Reiseveranstalter noch nicht ausreichend genug auf die Bedürfnisse der Kunden ein, sagt der MyHandicap-Fachexperte Konstantin Voswinkel.

In den Urlaub zu fahren ist manchmal anstrengend. Das gilt besonders für ältere Menschen oder Personen, die eine Behinderung haben. Für sie ist es deshalb besonders wichtig, die Reise gründlich zu planen. Konstantin Voswinkel engagiert sich als Fachexperte für die gemeinnützige Stiftung MyHandicap und weiß, worauf es ankommt. Um die größtmögliche Sicherheit zu erlangen, sollten Betroffene vor Reiseantritt genau überlegen, auf welche Hilfsmittel sie im Urlaub unter keinen Umständen verzichten können. Einfach nach einem Zimmer für Behinderte zu fragen, sei hingegen niemals ausreichend. „Die Standards in punkto Barrierefreiheit sind von Land zu Land unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, bereits bei der Buchung konkret zu sagen, welche Einrichtungen vorhanden sein müssen und zu erfragen, ob die baulichen Gegebenheiten den individuellen Anforderungen genügen, rät Voswinkel.

Dabei sind es ganz alltägliche Fragen, mit denen sich behinderte Menschen auseinandersetzen müssen: Kann ich im Flugzeug sitzen oder muss ich liegen? Kann ich ein Badezimmer mit Standardausrüstung nutzen oder benötige ich spezielle Vorrichtungen, wie einen Toilettensitz oder Haltegriffe in der Dusche? Bin ich in der Lage, auf die Toilette zu gehen oder auf eine Windel angewiesen? Wer sich mit seiner Situation auseinandersetzt und den Unterstützungsbedarf rechtzeitig ermittelt, der hat gute Chancen, die nötige Hilfe zu bekommen. Was Menschen mit Behinderung im Urlaub noch beherzigen sollten, darüber informiert die gemeinnützige Stiftung MyHandicap im Informationsbereich Reisen & Mobilität auf der Website der Stiftung.

Konstantin Voswinkel ist einer von derzeit über 100 Fachexperten, die sich ehrenamtlich in der Community von MyHandicap engagieren. Die große Community ist das Herzstück von MyHandicap, in der sich Nutzer auf vielfältige Weise informieren und interagieren können. Betroffene können in Kontakt miteinander treten, ihre Erfahrungen teilen und von einem angeregten Austausch mit anderen Betroffenen profitieren. Zusätzlich antworten die Fachexperten auf die Fragen der Nutzer. Weiterhin stellt MyHandicap Betroffenen auf www.myhandicap.de umfangreiche Informationen zu Gesundheits-, Rechts-, Wohn-, Freizeit-, Reise- und vielen anderen Themen zur Verfügung. Die informativen Artikel bereiten Themen auf, denen Menschen mit Beeinträchtigung und ihren Angehörigen häufig in ihrem Alltag begegnen: Hintergründe werden erläutert, Experten geben Rat und konkrete Hilfestellung für die Dinge des Alltags wird geleistet.

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